HEILIGE

Nikolaus von Myra
Namenspatron der Kirche in Bernstadt a.d.E.
Bonifatius
Namenspatron der Kirche in Herrnhut
Heinrich II.
Namenspatron der Kapelle in Schönbach
Petrus Canisius
Namenspatron der Kapelle in Olbersdorf
Konrad v. Parzham
Namenspatron der Kirche in Hirschfelde
Theresia von Lisieux
Namenspatronin der Kapelle in Schlegel
Antonius von Padua
Namenspatron des Kinderhauses Zittau und des Altenheims Ostritz
Weitere Heilige folgen Woche für Woche

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Nikolaus von Myra

Nikolaus von Myra – Ölbild in der Kirche Bernstadt
Nikolaus von Myra – Ölbild in der Kirche Bernstadt

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Kirche Bernstadt Außenansicht
St.-Nikolaus-Kirche in Bernstadt

Normalerweise sind die Heiligen Fürsprecher für uns Menschen bei Gott. Deshalb gibt es die Patronate. Doch dass es auch umgekehrt gehen kann, beweist die Kirche in Bernstadt/Kunnersdorf a. d. Eigen. Oberförster Nikolaus Buhr aus Königshain stellte am 1. Advent 1900 die Kunnersdorfer Försterei zur Verfügung, damit auf dem Eigen nach über 250 Jahren wieder katholischer Gottesdienst gefeiert werden konnte. Teilnehmer waren vorwiegend seine böhmischen Waldarbeiter. Als 1901 eine neue Kirche gebaut wurde, unterstützte Buhr den Bau nach Kräften, bedang sich aber aus, dass sein Namenspatron der Schutzpatron dieses Gotteshauses werden sollte. Ein tatkräftiger Mann als Fürsprecher für einen Heiligen bei den Menschen!

Den heiligen Nikolaus gab es tatsächlich, doch allzu viel ist aus seinem Leben nicht überliefert: Der populäre Heilige wurde zwischen 280 und 286 in Patara in der heutigen Türkei geboren. Mit etwa 19 Jahren wurde er zum Priester geweiht und wenig später zum Bischof von Myra Lykien ernannt; heute heißt dieser Ort Demre und liegt etwa 100 Kilometer südwestlich der türkischen Großstadt Antalya. In Myra begann kurz nach der Bischofsernennung die Christenverfolgung unter dem römischen Kaiser Galerius Valerius Maximinus. Auch Nikolaus geriet der Überlieferung nach in Gefangenschaft und wurde gefoltert. Später nahm er zeitgenössischen Quellen zufolge am ersten ökumenischen Konzil der Kirchengeschichte, dem Konzil von Nikaia im Jahr 325, teil. Dass er dabei einen seiner Widersacher geohrfeigt haben soll, ist zum Glück nicht in das reiche Brauchtum eingegangen, das sich mit dem Heiligen verbindet. Der Todestag des Bischofs war ein 6. Dezember zwischen 345 und 351.

Heute zählt Nikolaus zu den meistverehrten Heiligen der Christenheit. In der griechisch-orthodoxen Kirche gilt er sogar als „Hyperhagios“, als „Überheiliger“ und ist Schutzpatron zahlreicher Orte, Gruppen und Berufe. In der Überlieferung verschmelzen vermutlich die Lebensgeschichten des Bischofs Nikolaus von Myra (4. Jh.) und des Abts Nikolaus von Sion (6. Jh.). Beide lebten an der Küste Lykiens in der heutigen Türkei.

Nikolaus wurde ursprünglich seiner Bischofskirche im heutigen Demre bestattet, doch italienische Seefahrer raubten der Überlieferung nach die Gebeine und schmuggelten sie 1087 nach Bari in Süditalien. Dort werden die Reliquien in der Krypta der Basilika San Nicola von zahllosen Pilgern verehrt.

Lebendig veranschaulichen die Legenden, aus welchem Holz Nikolaus geschnitzt war. Als Sohn reicher Eltern verteilte er sein ererbtes Vermögen unter den Armen. Berühmt ist die Geschichte, wonach Nikolaus einer armen Familie mit drei unverheirateten Töchtern Gold schenkte, um die Mädchen so vor einem Schicksal als Prostituierte zu bewahren und ihre Heirat zu ermöglichen. Nikolaus wird daher oft mit drei goldenen Kugeln oder Äpfeln dargestellt. Geschichten wie diesen verdankt er wohl seinen Ruf als einer, der heimlich Geschenke bringt.

Als in seiner Gemeinde eine Hungersnot ausbrach, bat Nikolaus den Kapitän, Getreide von einem vor Anker liegenden Schiff abladen und an die Hungernden verteilen zu dürfen. Dieser zauderte natürlich zuerst, da die Menge genau bemessen war und er mit voller Ladung in Rom einlaufen wollte. Doch schließlich stimmte der Seemann zu - und siehe da: Das Korn auf dem Schiff wurde nicht weniger, und das verteilte Getreide reichte zwei Jahre lang.

Den zahlreichen Wundern verdankt Nikolaus seine vielen Rollen als Schutzpatron. So wird er als Schutzheiliger der Seeleute verehrt, weil er einem Sturm Einhalt geboten und Matrosen gerettet haben soll. Makaber ist die Legende dreier Knaben, die von Kannibalen bereits getötet und zerstückelt in einem Pökelfass aufbewahrt worden waren und vom Heiligen dennoch wieder zum Leben erweckt werden konnten. Diese Wundererzählung dürfte Nikolaus zum Schutzpatron der Kinder gemacht haben.

Drei zu Unrecht gefangen gehaltene Feldherren soll der Heilige gerettet haben, indem er dem Kaiser im Traum erschien, um ihn zur Freilassung der Männer zu veranlassen. Ein wenig kann man das mit dem „Hyperhagios“ schon verstehen…

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Bonifatius

Bonifatius - Glasfenster im Kölner Dom, Foto: www.koelner-dom.de
Bonifatius - Glasfenster im Kölner Dom, Foto: www.koelner-dom.de

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Kirche "St. Bonifatius" in Herrnhut mit einer Drahtplastik des Kirchenpatrons
Kirche "St. Bonifatius" in Herrnhut mit einer Drahtplastik des Kirchenpatrons

Bei der Frage, wem eigentlich die deutsche Einheit im Jahr 1990 zu verdanken ist, werden immer dieselben Personen genannt, die hier nicht noch einmal aufgeführt werden müssen. Doch ein Name fehlt dabei immer und sollte daher schleunigst in die Liste aufgenommen werden: Wynfreth/Bonifatius. In der Urkunde zur Grundsteinlegung der St.-Bonifatius-Kirche Herrnhut vom 5. Dezember 1954 ist nämlich vermerkt: „Die Kirche soll den Titel St. Bonifatius erhalten. Der Apostel Deutschlands hat durch seine Missionstätigkeit in Ost und West und durch die Verbindung der Kirchen untereinander den Grundstein gelegt zur späteren Einigung der deutschen Stämme. Er möge durch seine Fürbitte uns helfen zur Wiedervereinigung unseres zerrissenen Vaterlandes.“ Doch die Herrnhuter haben sich damals bei der Wahl des Patronats ihrer Kirche nicht nur als prophetische, sondern auch als dankbare Menschen erwiesen. Ein weiterer Grund für diesen Entscheid bestand in der Dankbarkeit gegenüber dem Bonifatius-Verein (heute: Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken e.V.), der den Bau großzügig gefördert hatte.

Das Licht der Welt erblickte Wynfreth um 672 in der englischen Grafschaft Wessex. Zunächst trat er in die Benediktiner-Abtei Nursling unweit des heutigen Southampton ein. Mit 30 Jahren wurde er Priester und zunächst Lehrer für Grammatik und Dichtung; er verfasste Bibelauslegungen, die erste englische Grammatik der lateinischen Sprache und viele Gedichte.

716 unternahm der Heilige bei den Friesen seine ersten Missionsversuche - und scheiterte. Er kehrte nach England zurück, um fortan in der Abgeschiedenheit seines Klosters zu leben, was ihm allerdings nicht zuteilwurde. Bereits 717 wurde er zum Abt des Klosters Nursling erwählt, doch wenig später schon zog es ihn schon wieder hinaus in die Mission aufs Festland. Die Reise, zu der der Benediktinermönch im Spätsommer 718 aufbrach, führte ihn zunächst nach Rom; im Laufe seines Lebens reiste er weitere zweimal dorthin. Mit Empfehlungsschreiben und dem Beinamen „Bonifatius“ („der gutes Geschick Verheißende“) ausgestattet, zog er 719 von hier aus nach Germanien und missionierte unter den Friesen, Hessen und Thüringern. In einer Sternstunde seiner Tätigkeit fällte der große Missionar im hessischen Geismar (heute ein Ortsteil von Fritzlar) eine Donar-Eiche, um so die Machtlosigkeit der germanischen Götter unter Beweis zu stellen. Mit seiner Körpergröße von 1,90 Metern muss er seinen Zeitgenossen außerdem riesig vorgekommen sein.

Da er ein so großes Werk wie die Mission nicht allein vollbringen konnte, sammelte Bonifatius männliche und weibliche Mitarbeiter um sich, darunter nicht wenige Heilige. Er gründete Missionsklöster wie etwa Amöneburg, Ohrdruf und Tauberbischofsheim, die Bistümer Eichstätt, Erfurt und Würzburg und ordnete die Bistümer Freising, Passau, Regensburg und Salzburg neu. Aus dem Missionar wurde mehr und mehr ein Organisator und Reformer. 745 wurde Bonifatius zum Bischof von Mainz ernannt.

Im damals biblischen Alter von etwas über 80 Jahren unternahm Bonifatius noch einmal eine Missionsreise nach Friesland. Er sollte sie nicht überleben. In Dokkum wurde er am 5. Juni 754, dem Pfingstfest, erschlagen. Der heilige Bonifatius liegt in seinem Lieblingskloster Fulda, das er 744 gegründet hatte, begraben.

Ältere Darstellungen zeigen den Heiligen als Abt mit den entsprechenden Insignien, ab dem 15. Jh. vor allem mit einer Axt, einem Schwert oder einem Dolch mit durchbohrtem Buch. Sein Gedenktag wird in den Diözesen des deutschen Sprachgebietes am 5. Juni als Fest begangen.

Wir hatten anfangs die prophetische Gabe der Herrnhuter Katholiken erwähnt. In besagter Urkunde findet sich auch der Satz: „Er (Bonifatius) möge durch sein Beispiel und seine Fürbitte uns helfen zur Einheit der Christenheit, damit bald ein Hirt und Herde sei.” Was einmal funktioniert hat…

Übrigens: in der Pfarrei „St. Marien“ Zittau sind zwei Gotteshäuser dem Ersten und dem Zweiten Apostel Deutschlands geweiht. Das ist doch eine Ansage!

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Heinrich II.

Heinrich II. – Mosaik im Berliner U-Bahnhof Richard-Wagner-Platz, Foto: Wikipedia
Heinrich II. – Mosaik im Berliner U-Bahnhof Richard-Wagner-Platz, Foto: Wikipedia

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Kapelle "St. Heinrich" in Schönbach
Kapelle "St. Heinrich" in Schönbach

Das ist schon ein Kontrast, wie man ihn gegensätzlicher kaum denken kann: auf der einen Seite eine schlichte Fertigteilkonstruktion, die eigentlich zu einer Datsche zusammengesetzt wurde, auf der anderen Seite ein römisch-deutscher Kaiser: Heinrich II., den man natürlich in einem prunkvollen Palast sucht. So war dann auch die Wahl des Patronates für die Kapelle in Schönbach alles andere als einfach, aber von Rücksichtnahme und ökumenischer Behutsamkeit geprägt, die zur damaligen Zeit wahrlich noch nicht selbstverständlich war. In einem Schreiben an das Ordinariat in Bautzen vom 18.Juni 1965 findet sich folgende Passage: „Über den Titel dieser Kapelle bin ich mir noch nicht im Klaren. Schön wäre es, wenn man den Titel der früheren kath. Kirche von Schönbach aufgreifen könnte, aber er ist wohl nicht bekannt. Oder sollte im Domarchiv noch etwas Unveröffentlichtes darüber zu finden sein? Wenn man nicht an Vergangenes anknüpfen kann, müsste es ein Titel sein, der die ev. Christen nicht vor den Kopf stößt, sondern den auch sie akzeptieren können (Apostel, Evangelist oder Engel wäre am geeignetsten.) Aus der Geschichte des Bistums käme in etwa der hl. Heinrich in Frage, welcher der Kirche von Meißen ein paar Dörfer in der Oberlausitz geschenkt hat, wenn diese auch weit von Schönbach entfernt liegen.“ Dieser Bezug zur Historie ist allerdings etwas windig. Aber jedenfalls hat ein Priester des damaligen Bistums Meißen sein Bestes gegeben, um einen würdigen Patron für die Kapelle in Schönbach zu finden.

Dabei wäre es ein schöner Zug gewesen, ein Doppelpatronat zu wählen, denn auch Heinrichs Frau Kunigunde von Luxemburg ist eine Heilige. Zwar wurde sie erst 54 Jahre nach ihrem Gatten heiliggesprochen wurde, aber wenigstens verehrt werden beide am selben Tag, dem 13. Juli. Ein schlagendes Argument wäre gewesen, dass sie sich, wie berichtet wird, innig geliebt haben.

„Herr Heinrich, der bayerische Herzog, trat durch die Weihe des Bischofs Willigis von Mainz in die Herrschaft ein und lenkte die heilige Kirche Gottes mit wachsamster Sorge und Weisheit sein Leben lang sowohl im Hinblick auf den Klerus wie auf das Volk“. In diesen wenigen Worten einer Lebensbeschreibung spiegelt sich präzise das Herrschaftsprogramm Kaiser Heinrichs II. wider. Er interpretierte seine Herrschaft nicht nur als weltliches, sondern auch als kirchliches Amt, das Reich und Kirche gleichermaßen umfasste.

Geboren wurde Heinrich wohl am 6. Mai 973 in Abbach bei Regensburg als Sohn des bayerischen Herzogs Heinrich mit dem bemerkenswerten Beinamen „der Zänker“. Er erbte nach dem Tod des Vaters 995 das Herzogtum Bayern. Nach dem plötzlichen Tod Kaiser Ottos III. 1002 gelangte Heinrich mit Unterstützung seiner bayerischen und einiger fränkischer Anhänger auf den deutschen Königsthron. Mit der Kaiserkrönung im Jahr 1014 in St. Peter in Rom durch Papst Benedikt VIII. erweiterte sich Heinrichs Herrschaftsanspruch auf das ganze christliche Europa. Er hatte viele Kriege zu führen, was letztendlich doch noch eine gesicherte Verbindung zur Oberlausitz ergibt: Der auf der Ortenburg geschlossene Frieden von Bautzen beendete am 30. Januar 1018 den 15 Jahre währenden Krieg mit dem polnischen Herrscher Bolesław I. Chrobry. Im Inneren kümmerte sich Heinrich intensiv um die Organisation der Klöster und Bistümer, deren Führung er gewöhnlich Verwandten oder bewährten Freunden übertrug; eine Politik, die ihm im Reich eine solide, verlässliche Hausmacht eintrug, ohne die seine dauernden militärischen Expeditionen nicht durchzuführen gewesen wären. Er begann 1002 den Dombau zu Bamberg und 1021 den von Basel, erneuerte 1004 das Bistum Merseburg, baute den Paderborner Dom wieder auf und gründete 1007 das Bistum Bamberg als Basis für eine verstärkte christliche Mission in den slawischen Ländern. Ungezählt sind seine Schenkungen an Klöster und Abteien. Von seiner Stärkung des politischen Reiches und der kirchlichen Organisation in Deutschland sollte das Reich noch lange profitieren. Am 13. Juli 1024 starb Heinrich in Grona bei Göttingen. Er wurde, wie auch später Kunigunde, im Bamberger Dom beerdigt. Als Attribute werden ihm für gewöhnlich Kaiserkrone, Zepter, Reichsapfel, Schwert, Kirchenmodell oder Lilie beigegeben.

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Petrus Canisius

Petrus Canisius – Kupferstich, etwa 1600, Quelle: Wikipedia
Petrus Canisius – Kupferstich, etwa 1600, Quelle: Wikipedia

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Olbersdorfer Petrus-Canisius-Kapelle
Olbersdorfer Petrus-Canisius-Kapelle

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Statue des Petrus Canisius in der Kapelle Olbersdorf
Statue des Petrus Canisius in der Kapelle Olbersdorf

Ein Heiliger hat sich nachweislich in unserer – selbstverständlich so noch nicht existierenden – Pfarrei aufgehalten: Petrus Canisius. Daran erinnern das Patronat und die Gestaltung der Olbersdorfer Kapelle, vor allem der dreiteilige Wandteppich im Innern, der 2004 von Schwester Terezie od Ducha Svatého OCD im Karmelitinnenkloster auf dem Hradschin in Prag gefertigt wurde.

Anlass für die Reise des Petrus Canisius in die Oberlausitz war der Wunsch des Prager Domkapitels, in der böhmischen Hauptstadt eine Jesuitenniederlassung zu errichten. Ferdinand I., König von Böhmen, Kroatien und Ungarn, begrüßte dieses Vorhaben. Erste Überlegungen liefen jedoch darauf hinaus, das Kolleg im Cölestinerkloster auf dem Oybin einzurichten, welches die Mönche im Zuge der Reformation verlassen hatten. Bei seinem Besuch Mitte der 50-er Jahre des 16. Jh. gewann Petrus Canisius allerdings den Eindruck, dass dieser Ort wegen seiner Abgeschiedenheit ungeeignet sei. Die Jesuiten zog es in die Städte. Die folgenden Angaben sind widersprüchlich. Teilweise wird behauptet, von 1555 bis 1563 hätten trotzdem Jesuiten im Zittauer Gebirge gelebt. Wahrscheinlicher ist aber wohl die Variante, dass die Jesuiten das Kloster Oybin bekommen hätten, um mit dessen Einnahmen das Kolleg zu unterhalten, das sie inzwischen im Dominikanerkloster St. Klemens in der Prager Altstadt eingerichtet hatten. Die Verwaltung des Klostereigentums von Oybin bekam jedoch die Stadt Zittau und es brachen langandauernde Streitigkeiten aus, weil die Pacht nicht bezahlt wurde. Soweit die Heiligkeit eines Menschen dies zulässt, unterlag die Sympathie des großen Jesuiten für die Ratsherren von Zittau offenkundig sehr engen Grenzen.

Aber wer war dieser Petrus Canisius, von äußeren Daten und Fakten her betrachtet? Er wurde am 8. Mai 1521 in Nimwegen/Nijmegen in den Niederlanden als Peter de Hondt geboren. Daher rührt auch sein Beiname: „Hund“ ist lateinisch „canis“. Sein Geburtsort gehörte damals zum deutschen Geldern. Deshalb kann man sagen, dass Petrus an seinem 22. Geburtstag 1543 in Rom als erster Deutscher in den Jesuitenorden eintrat. Er lebte fortan in Köln und wurde 1546 zum Priester geweiht. Petrus begleitete 1547 den Augsburger Bischof als Berater zum Konzil von Trient; damals begann er, die latinisierte Form seines Namens zu verwenden. Von dort schickte ihn der Ordensgründer Ignatius von Loyola als Erzieher nach Messina auf Sizilien. 1549 legte Petrus in Rom als achter Jesuit die feierlichen Gelübde ab. Noch im gleichen Jahr 1549 sandte Ignatius seinen Vertrauten wieder nach Deutschland, um dort die Gegenreformation voranzubringen; darin wurde der Jesuitenorden zu einem entscheidenden Faktor. Petrus wirkte als Prediger in Deutschland, in der Schweiz, in Österreich und in Böhmen und entfaltete eine erstaunliche Reisetätigkeit. Als gesuchter Berater wurde er zwischen 1550 und 1570 zum geistlichen und politischen Führer der Gegenreformation.

Als bekanntestes Werk gilt sein „Catechismus minor“, der „Kleinere Katechismus“, auch „Deutscher Katechismus“ genannt, 1558 erschienen als Werk in drei Bänden für Kinder, Schüler und Studenten, in dem in der Form knapper Fragen und Antworten nach dem Vorbild von Luthers Katechismus der Glaube der katholischen Kirche vermittelt wird. Das Buch erlebte in nur zehn Jahren 55 Auflagen in neun Sprachen, über 150 weitere folgten.

Petrus wurde 1580 nach Fribourg in der Schweiz versetzt, wo er ein Jesuitenkolleg gründete, aus dem später die Universität der Stadt erwuchs. Er predigte und verfasste Lebensbeschreibungen von Heiligen, Gebetbücher und Auslegungen zu den Sonntagsevangelien. Ab 1590 litt er an zunehmenden Beschwerden und musste sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen. Er verstarb am 21. Dezember 1597. Papst Leo XIII. verlieh ihm 1897 den Titel „Zweiter Apostel Deutschlands“ (nach Bonifatius). Am 21. Mai 1925 erfolgte durch Papst Pius XI. die Heiligsprechung und die Ernennung zum Kirchenlehrer. Dargestellt wird der Heilige mit einem Kruzifix, seinem Katechismus, dem IHS-Zeichen, gelegentlich auch mit Kindern oder einem Totenkopf. Sein Gedenktag ist der 27. April und wird im Bistum Dresden-Meißen als Fest begangen.

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Konrad von Parzham

Hl. Konrad von Parzham – Holzstatue in der kath. Kirche Hirschfelde
Konrad von Parzham – Holzstatue in der kath. Kirche Hirschfelde

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Altötting – Kapuzinerkloster und Basilika St. Anna
Altötting – Kapuzinerkloster und Basilika St. Anna

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Kath. Kirche "Konrad von Parzham" in Hirschfelde
Kath. Kirche "Konrad von Parzham" in Hirschfelde

Seine Seligsprechung wäre um ein Haar gescheitert – und zwar an der Gutherzigkeit Bruder Konrads. Der Advocatus diaboli, der im Seligsprechungsverfahren sämtliche Tatsachen vorzubringen hat, die ein schlechtes Licht auf Charakter und Frömmigkeit des Kandidaten werfen könnten, er hatte einen etwas problematischen Fall ausgegraben. An einem glutheißen Sonntag habe der Bruder Pförtner einer erschöpften Magd zwei Krüge Bier gereicht! Wer aber eine Weibsperson berauscht mache, könne kaum ein Heiliger mit Vorbildcharakter sein. Der damalige Münchner Kardinal Faulhaber wies den Vorwurf grimmig zurück: Eine bayerische Magd werde nie und nimmer von zwei Krügen Bier betrunken!

Als Johann Birndorf am 22. Dezember 1818 auf dem Venushof in Parzham im bayerischen Rottal als elftes Kind seiner Eltern zur Welt kam, herrschte ringsum leibliche und seelische Not: die napoleonischen Kriege, Missernten und die Folgen der Säkularisation setzten den Menschen zu. Doch in der Familie Birndorfer herrschte trotz allem ein Geist des Gebets; das religiöse Brauchtum wurde gepflegt und trotz eigener Bedürftigkeit wurden die Armen unterstützt, so gut es ging.

Zwar ist über einen besonderen Ruf Gottes in der Kindheit des Hans Birndorfer nichts bekannt, aber etwas muss von Gott her bereits damals seine Seele erreicht haben. Der Junge liebte die Einsamkeit, betete viel und oft und richtete in seiner Stube einen Hausaltar ein. Der Vater äußerte über seinen Hans: „Ich habe einen Sohn, der hat den ganzen Sommer keinen Hut auf“ – weil er sich immer in der Gegenwart Gottes wusste.

Als junger Mann gewann Birndorfer Freude an Wallfahrten, weil ihm die Anzahl der Gottesdienste in seiner Heimatpfarrei Weng nicht mehr ausreichte. Seine schwere Arbeit litt allerdings in keiner Weise unter all diesen frommen Übungen. Elf religiösen Bruderschaften in der Umgebung schloss er sich an; gewiss alle mit Gebetsverpflichtungen und Zusammenkünften verbunden. Damals entschloss sich Johann, den elterlichen Hof nicht zu übernehmen, wie es eigentlich geplant war.

Gemeinsam mit seinem geistlichen Begleiter konnte er schließlich seine Berufung klären. 1849 wurde Hans Birndorfer bei den Kapuzinern in Altötting aufgenommen. Was ihm noch als Erbe blieb, schenkte er der Kirche von Weng zur Vergrößerung des Friedhofs, dem Bonifatiusverein für die Diaspora und für die Anliegen der Weltmission. Das zeugt von einem auffallenden Sinn für die Belange der Kirche in der Heimat und über den eigenen Kirchturm hinaus.

41 Jahre versah Konrad nach kurzer Krankenwärter-Tätigkeit den Dienst an der Klosterpforte. Bis zu 200mal am Tag läutete die Pfortenglocke. Alle, die im Heiligsprechungsprozess befragt wurden, hoben die Geduld und Freundlichkeit des Pfortenbruders hervor. Die Haltung, die ihm dies ermöglichte, benennt Bruder Konrad einmal so: „Meine Lebensweise besteht in Lieben und Leiden, in Staunen, Anbeten und Bewundern der namenlosen Liebe Gottes zu den Geschöpfen. In dieser Liebe Gottes komme ich an kein Ende. Da hindert mich nichts. Da bin ich mit meinem lieben Gott, Maria und den Heiligen aufs Innigste vereint. Auch bei meinen vielen Geschäften bin ich umso inniger mit ihm vereint. Ich rede da ganz vertraulich wie ein Kind mit seinem Vater.“ Auch ein weiterer Zug seiner Spiritualität sei zitiert: „Das Mittel, das ich gebrauche, mich in Demut und Sanftmut zu üben, ist kein anderes als das Kreuz. Dieses ist mein Buch. Nur der Blick auf das Kreuz lehrt mich in jeder Gelegenheit, wie ich mich verhalten soll. Da lerne ich Geduld und Demut, Sanftmut und jedes Kreuz mit Geduld ertragen.“

Erst drei Tage vor seinem Tod bat Bruder Konrad den Guardian, den Vorsteher des Klosters, ihn von seinem Dienst zu entbinden. Er hatte keine Angst vor dem Sterben und sagte nur: „Wie Gott will“. Auf die Frage, wie es ihm gehe, antwortete Konrad: „Ich rede jetzt nichts mehr, ich muss mich vorbereiten für die Ewigkeit“. Schließlich verstarb er am 21. April 1894 in Altötting. Dieses Datum ist auch sein Gedenktag im Heiligenkalender. Dargestellt wird Konrad von Parzham meist an Kinder Brot austeilend oder mit einem Kreuz in seinen Händen. Die Kirche von Hirschfelde ist diesem heiligen Pförtner Gottes geweiht.

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Theresia von Lisieux

Theresia von Lisieux, Quelle: Wikipedia
Theresia von Lisieux, Quelle: Wikipedia

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Kapelle "St. Theresia von Lisieux" im Pater-Kolbe-Hof Schlegel
Kapelle "St. Theresia von Lisieux" im Pater-Kolbe-Hof Schlegel

Es ist frappierend, wie schnell die Gemeinden unserer Pfarrei seinerzeit auf Heiligsprechungen reagiert und ihren neuen Gotteshäusern die Patronate neuer Heiliger verliehen haben. Das war bei Konrad von Parzham in Hirschfelde (Heiligsprechung 1934, Kirchweihe 1935) genauso der Fall wie bei Theresia von Lisieux in Schlegel (Heiligsprechung 1925, Kapellenweihe 1929). Gewiss lässt sich daraus eine Begeisterung für „moderne“, „zeitgemäße“ Heilige herauslesen, an deren Leben man sich orientieren konnte und wollte.

Marie-Françoise Thérèse Martin wurde am 2. Januar 1873 als jüngstes von neun Kindern im kleinen Ort Alençon in der Normandie (Frankreich) geboren und war ein sehr quirliges, lebhaftes, stolzes Mädchen. Doch nach dem schockierenden Tod der Mutter, als Theresia gerade einmal vier Jahre alt war, veränderte sich ihr Charakter: sie zog sich in ihr Inneres zurück, wurde schüchtern und unscheinbar. In der Nacht des 24. Dezember 1886, nachdem sie von der Mitternachtsmesse zurückgekehrt war, fand sie plötzlich wieder zu ihrem starken Charakter zurück. Bereits als Kind war es Theresias größter Wunsch, in den strengen Karmeliterorden eintreten zu dürfen. Ihre Aufnahmeanträge wurden jedoch mehrfach mit Verweis auf ihr jugendliches Alter abgelehnt. Im Alter von 15 Jahren erhielt sie dann endlich die ersehnte Erlaubnis und so folgte sie ihren Schwestern Pauline und Marie ins Kloster der Unbeschuhten Karmelitinnen von Lisieux. Bei ihrem Eintritt in das Kloster gab sie sich den Ordensnamen Thérèse de l’enfant Jesus (Theresia vom Kinde Jesus); wenig später fügte sie noch „et de la Sainte Face“ (und vom Heiligen Antlitz) hinzu. Damit brachte sie ihren ganzen Lebensplan zum Ausdruck. Auslöser hierfür dürfte wohl die schmerzliche und demütigende Geisteskrankheit ihres Vaters gewesen sein.

Am Tag ihrer Ordensprofess, dem 8. September 1890 schrieb Theresia ein Gebet, in dem sie den Sinn, den sie für ihr Leben gefunden hat, offen darlegte: sie bat Jesus um das Geschenk seiner grenzenlosen Liebe; darum, die Kleinste zu sein, und vor allem flehte sie ihn geradezu um das Heil aller Menschen an.

1896, zehn Jahre nach der „Weihnachtsgnade“, kam die „Ostergnade“, die Theresias letzten Lebensabschnitt eröffnete: der Beginn ihres Leidens in tiefer Vereinigung mit dem Leiden Jesu. Es war ein leibliches Leiden in Form der Krankheit, die sie durch große Leiden zum Tod führen sollte, vor allem aber ein Leiden der Seele in Form einer äußerst schmerzlichen Glaubensprüfung. Dessen ungeachtet vertiefte sie ihre Liebe noch mehr: zu den Schwestern der Gemeinschaft, den Missionaren, den Priestern und zu allen Menschen, besonders den Fernstehenden. Mitten in diesem Leiden lebte die Heilige die größte Liebe in den kleinsten Dingen des Alltags und erfüllte so ihre Berufung, „im Herzen der Kirche die Liebe zu sein“ - was man sozusagen als ihren Wahlspruch bezeichnen könnte.

Theresia starb - gerade einmal vierundzwanzigjährig - am Abend des 30. September 1897 nach heftigem Leiden an Tuberkulose mit den einfachen Worten: „Mein Gott, ich liebe Dich!“ Ihr Blick war dabei auf das Kreuz gerichtet, das sie in den Händen hielt.

Langweilig kann es ihr in der Ewigkeit nicht werden. Mit Blick auf das ewige Leben sagte sie einmal: „Ich werde meinen Himmel damit verbringen, auf Erden Gutes zu tun. Nach meinem Tod, werde ich Rosen vom Himmel regnen lassen.“

Über die Theresias Leben wissen wir deshalb recht gut Bescheid, weil sie auf Anordnung ihrer Priorin ihre Lebensgeschichte niedergeschrieben hatte. Das Buch „Geschichte einer Seele“ wurde zwei Jahre nach dem Tod der Heiligen veröffentlicht und entpuppte sich als spiritueller Bestseller.

Da ihr Todestag durch das Gedenken an den heiligen Hieronymus bereits „besetzt“ war, wurde Theresias Gedenktag auf den darauffolgenden Tag, den 1. Oktober, gelegt. Dargestellt wird sie in der Regel als Karmelitin mit Rosen oder einem Kruzifix.

Die Eltern Louis Martin und Zélie Guérin wurden am 18. Oktober 2018 heiliggesprochen – aber gewiss nicht deswegen, weil sie der Kirche eine Heilige geschenkt hatten.

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Antonius von Padua

Antonius von Padua – Statue an der Brauerei Swijan/Svijany
Antonius von Padua – Statue an der Brauerei Swijan/Svijany

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Antonistift Ostritz
Antonistift Ostritz

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Kinderhaus "St. Antonius" in Zittau
Kinderhaus "St. Antonius" in Zittau

Antonius dürfte in der Schar der Heiligen und Seligen derjenige sein, der über das regelmäßigste und höchste Einkommen verfügt. Jeden Tag werden es mehrere tief gläubige Menschen sein, die ihm eine Spende in Aussicht stellen, wenn sie ihren Schlüssel oder ihre verlegte Brille wiederfinden können (ein Schelm, der meint, deswegen trüge das Ostritzer Altenpflegeheim den Namen „St. Antonistift“; in Zittau ist das Christliche Kinderhaus nach Antonius benannt, schließlich), wobei sich der Heilige dann meist auch nicht lumpen lässt. Und es wird ihm gedankt: „Sankt Antoni sei gepriesen, Schutzpatron der Schlamperliesen“ – und die versprochene Spende wandert meistens tatsächlich über die Theke.

Fernandez Martins de Bulhoes war in Lissabon, der Hauptstadt Portugals, zu Hause. Um 1195 wurde er dort geboren. Er wurde zunächst Augustiner-Chorherr in Coimbra. Hier ereignete sich jene Episode, die eine entscheidende Wende in seinem Leben bewirkte: es wurden im Jahr 1220 die Reliquien der ersten fünf franziskanischen Missionare ausgestellt, die in Marokko den Märtyrertod erlitten hatten. Ihr Schicksal weckte im jungen Fernando das Verlangen, sie nachzuahmen. Er bat daher um Entlassung bei den Augustiner-Chorherren, um Franziskaner zu werden. Seiner Bitte wurde entsprochen, und nachdem er den Namen Antonius nach dem berühmten Wüsten- und Mönchsvater angenommen hatte, brach auch er nach Marokko auf. Doch infolge einer schweren Krankheit war er gezwungen umzukehren. Auf dem Weg nach Portugal verschlug es den Heiligen durch einen Sturm nach Sizilien. So gelangte er nach Assisi, wo gerade das zweite Generalkapitel seines Ordens, das berühmte „Mattenkapitel“, tagte. Hier konnte er endlich Franziskus persönlich kennenlernen.

Sein Talent als Prediger wurde eher zufällig entdeckt: bei einer Priesterweihe im September 1222 in Rimini fiel der vorgesehene Prediger aus. Antonius sprang in die Bresche; seine Predigt sorgte für Furore. So wurde er Prediger in Norditalien. Bald war er so beliebt, dass die Kirchen überfüllt waren und er auf Wiesen und großen Plätzen (ohne Verstärkeranlage!) predigen musste. Die Legende erzählt, er habe so mitreißend über die Menschwerdung Jesu gepredigt, dass die Zuhörer meinten, in seinem Arm das göttliche Kind liegen zu sehen. Diese Erzählung haben viele Antonius-Darstellungen aufgenommen.

Von Franziskus höchstpersönlich beauftragt, legte er als erster theologischer Lehrer seines Ordens in solider Kenntnis der Heiligen Schrift und der Kirchenväter die Grundlagen für die spätere franziskanische Theologie. Dabei stand im Mittelpunkt seiner Verkündigung stets Christus. Besonderen Wert legte der Heilige auf das Gebet, das unabdingbar ist für den Fortschritt im geistlichen Leben, auf die göttliche Liebe, die erst ein tieferes Erkennen möglich macht, und auf die Nächstenliebe, die die Seele des Glaubens ist. Er schreibt: „Die Liebe ist die Seele des Glaubens, sie macht ihn lebendig; ohne die Liebe stirbt der Glaube“.

Antonius starb am 13. Juni 1231 in Arcella, heute ein Stadtteil von Padua. Bereits elf Monate nach seinem Tod wurde er nach dem schnellsten Heiligsprechungsprozess der Geschichte zur Ehre der Altäre erhoben. Seiner wird am 13. Juni gedacht. Er wurde zunächst in S. Maria Maggiore in Padua beigesetzt. 1263 wurden seine Gebeine in die zu seinen Ehren neu gebaute und ihm geweihte Basilika in Padua übertragen. Diese Kirche wie auch den heiligen Antonius selbst nennen die Italiener einfach „Il Santo“, denn er ist für sie der Heilige schlechthin.

Doch was hat dem heiligen Antonius den zweifelhaften Ehrentitel eingetragen, „Patron der Liederlichen“ zu sein? Auch hierfür gibt eine Legende Aufschluss: Für seine Vorlesungen und Predigten benutzte Antonius gern ein selbstverfasstes Buch, das er eines Tages nicht mehr finden konnte. Ein Novize, der den Orden verlassen wollte, hatte als „Erinnerungsstück“ besagtes Buch gestohlen. Als der rechtmäßige Besitzer den Verlust bemerkte, versenkte er sich sofort ins Gebet, vor allem für den jungen Mann, aber natürlich auch für die Wiedererlangung seines Buches. Seine Bitten wurden erhört und wenige Stunden später betrat der Dieb die Zelle des Antonius, warf sich ihm zu Füßen, bekannte seine Schuld und gab das gestohlene Buch zurück.

© Texte: Pfr. Michael Dittrich, Fotos: Jeannette Gosteli