Ab 6. Dezember: Krippenausstellung im Pilgerhäusl Hirschfelde

Aufgezwungene Armut wünscht man niemandem. Doch aus solcher Armut kann auch Schönes erwachsen. Das beweisen die böhmischen Papierkrippen. Diese schöne Tradition gründete letztlich im Einfallsreichtum der armen Landbevölkerung, die sich die teuren geschnitzten Krippen nicht leisten konnte. Die Darstellungen versetzen das Weihnachtsgeschehen in das Umfeld verschiedener Städte und Regionen Böhmens. Die Figuren bilden meistens einfache Menschen in ihren typischen Berufen ab. Allen gemein ist, dass sie etwas zum Jesuskind bringen, was ihnen kostbar ist: ein Brot, Äpfel, Eier – manchmal sogar nur ihre leeren Hände. So wird das Weihnachtsgeschehen liebevoll ins Heute übertragen und - im Wortsinn - näher gebracht. Jedes Jahr wird der Ausstellung, die jeweils von Mitte Dezember bis Anfang Februar zu sehen ist, eine weitere Krippe hinzugefügt – die die Teilnehmer an der Adventsstunde am dritten Freitag im Dezember im Pilgerhäusl Hirschfelde ausschneiden.